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Keine Videoüberwachung am Elbufer! |
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Freitag, den 11. Juni 2010 |
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„Die Zerstörungen am Elbbalkon haben auch wir mit großer Verärgerung registriert.“, so Hans-Dieter Bromberg, Vorsitzender der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future!. „Die nun aber vorschnell und populistisch geforderte Videoinstallation schießt jedoch über das Ziel hinaus.“ Die Wirkung von öffentlichen Videoaufnahmen ist hier genauso zweifelhaft wie deren rechtliche Zulässigkeit. An einer so hoch frequentierten Stelle ist eher die Aufmerksamkeit und die Zivilcourage aller Bürger gefragt, um Zerstörungen zu vermeiden bzw. die Täter dann schnellstmöglich für ihre Handlungen zur Verantwortung zu ziehen.“ Mit dem Bezug der ersten Wohnungen im Elbbahnhof dürfte diese Art der „Freizeitbeschäftigung“ wesentlich eher auffallen und verhindert werden können. Bei jeder Sachbeschädigung den Überwachungsstaat zu fordern, führt in die falsche Richtung. Wir dürfen nicht alle Besucher der Elbterrassen überwachen, um einzelne Sachbeschädigungen zu verhindern. Häufig verursachen gelangweilte und alkoholisierte jugendliche Randalierer solche Sachbeschädigungen.
„Das Angebot einer werteorientierten Erziehung und der sinnvollen und möglichst betreuten Freizeitgestaltung für Jugendliche im Bereich der Altstadt löst das Problem eher, als das Aufstellen von Kameras.“ so Hans-Dieter Bromberg weiter. Wir meinen, der gemeinsame Antrag mit der CDU zur dauerhaften Einrichtung einer Betreuung von Jugendlichen im Bereich der südlichen Altstadt hat dauerhaft eher Aussicht auf Erfolg. Dort ziehen wir weiter an einem Strang.
Martin Rohrßen, Mitglied im Fraktionsvorstand und Stadtrat aus dem Stadtteil Altstadt ergänzt: „Ein passendes Betreuungsangebot fehlt hier seit Jahren und mag eine Ursache für solche Sachbeschädigungen sein. Die Installation einer Videoaufzeichnung zu fordern, ist deshalb zur Problemlösung ungeeignet, ein dauerhafter Nutzen der teueren Installation nicht zu erwarten, weil damit die randalierenden Jugendlichen nur in andere Gebiete abgedrängt werden. Es gilt daher mit einem Betreuungsangebot in der Altstadt das Problem zu lösen und nicht die Auswirkungen“.
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